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Standort

Eine neue Wertschöpfungskette für die Region Brunsbüttel

Brunsbüttel ist der ideale Standort für Deutschlands erstes LNG-Terminal. Die Hafenstadt am Eingang des Nord-Ostsee-Kanals bietet genau die geografischen und wirtschaftlichen Vorteile, die für einen hocheffizienten Betrieb der Anlage notwendig sind. Einer der großen Vorzüge von Brunsbüttel ist seine logistisch günstige Lage an der Elbe und am Nord-Ostsee-Kanal für die weitere Distribution des angelieferten LNGs in den Ostseeraum und nach Skandinavien. Auch die Nähe zur Metropolregion Hamburg hat eine wesentliche Rolle bei der Wahl von Brunsbüttel als Standort für das erste LNG-Terminal Deutschlands gespielt. Der größte und wichtigste Seehafen Deutschlands muss zukünftig eine LNG-Bunkerung anbieten können, um im internationalen Markt konkurrenzfähig bleiben zu können. Schließlich setzt die internationale Schifffahrt zunehmend auf LNG, um die sich verschärfenden Emissionsgrenzwerte einhalten zu können – gerade auch die Kreuzfahrtschifffahrt, die für den Hamburger Hafen in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist. Die Bedeutung von LNG als maritimer Kraftstoff nimmt also stetig zu. Das heißt, dass der Hamburger Hafen zukünftig Möglichkeiten für das Bunkern von LNG anbieten muss. Eine kosteneffiziente Versorgung des Hamburger Hafens mit LNG kann mit LNG-Bunkerschiffen aus Brunsbüttel aufgrund einer geringen Fahrtzeit zwischen 3 und 3,5 Stunden erfolgen. Konkret bedeutet dies, dass ein LNG-Terminal in Brunsbüttel es dem Hamburger Hafen ermöglicht, die Versorgung von Schiffen mit dem Kraftstoff LNG zu einem wirtschaftlichen Preis anzubieten.

Die optimale Anbindung an den Seeverkehr ist darüber hinaus ein attraktiver Standortfaktor für viele unterschiedliche Industriezweige. Daher ist es kaum verwunderlich, dass sich das größte Industriegebiet Schleswig-Holsteins in direkter Nachbarschaft des hochfrequentierten Brunsbütteler Elbehafens befindet: Auf 2 000 ha Fläche haben sich im ChemCoast Park Brunsbüttel einige der größten Unternehmen aus der Chemie- und Energiewirtschaft angesiedelt.

Schleswig-Holstein

Synergieeffekte für die ansässige Industrie

Ein LNG-Terminal in Brunsbüttel hat großes Potenzial, zwischen den bereits ansässigen, energieintensiven Industrieunternehmen und dem LNG-Terminal erhebliche Synergien zu schaffen, die auf beiden Seiten Mehrwerte generieren. Das LNG-Terminal ist somit nicht als isoliertes Einzelkonzept anzusehen, sondern als ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit den Unternehmen des ChemCoast Parks entwickelt wird und so einen Nutzen nicht nur für in Brunsbüttel ansässige Unternehmen, sondern auch für zukünftige, im ChemCoast Park angesiedelte Unternehmen generieren kann.

So gibt es bereits Gespräche und Verhandlungen zwischen ansässigen Unternehmen und German LNG Terminal GmbH über mögliche Synergien und deren Realisierung, z. B. über einen möglichen Kälte- und Wärmeaustausch zwischen dem LNG-Terminal und Unternehmen des ChemCoast Parks, die infolge ihrer industriellen Fertigungsprozesse Wärme produzieren. Im Ergebnis könnten Betriebskosten auf beiden Seiten reduziert werden. Zusätzlich verschafft ein LNG-Terminal in Brunsbüttel den lokalen, häufig energieintensiven Unternehmen die Möglichkeit, regasifiziertes LNG als alternative Energiequelle zum Pipelinegas zu nutzen.

Diese konkreten Beispiele verdeutlichen die potenziellen positiven Effekte eines LNG-Terminals in Brunsbüttel auf die Standortsicherung, den Erhalt bestehender Arbeitsplätze und darauf, wie ansässige Unternehmen von einem LNG-Terminal profitieren können.

Zusätzlich würden die vielversprechenden Synergieeffekte eines LNG-Terminals auch die Attraktivität des Industriestandorts Brunsbüttel für weitere Neuansiedlungen von Unternehmen im ChemCoast Park erheblich steigern. Ein wesentlicher Standortfaktor ist für energieintensive Produktionsunternehmen immer die Verfügbarkeit und die Lieferzuverlässigkeit der benötigten Energie. Ein lokal ansässiges LNG-Terminal bietet zukünftigen Unternehmen des ChemCoast Parks Planungssicherheit: Durch die Anbindung an das Terminal kann eine verlässliche und kosteneffiziente Energieversorgung garantiert werden. Darüber hinausgehend haben sich weitere Vorteile des Standortes infolge eines LNG-Terminals gezeigt: So haben sich an anderen Standorten von LNG-Terminals große Kühlhäuser angesiedelt, die die für Kühlprozesse notwendige Kälte kostengünstig vom LNG-Terminal beziehen.

LNG Austausch

Wertschöpfung für eine ganze Region

German LNG Terminal GmbH wird ca. 70 neue langfristige feste Arbeitsplätze für den täglichen Betrieb des Terminals schaffen. Diese ca. 70 Arbeitnehmer werden in einem Schichtsystem auf dem Terminal beschäftigt sein und die lokalen und regionalen Dienstleistungen und Produkte nachfragen, was entsprechende Ausstrahlungseffekte nach sich ziehen wird. Während der Bauphase des Terminals werden ca. 1 000 Arbeitnehmer in Brunsbüttel beschäftigt sein.

Zudem können auch lokale und regionale Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen erheblich von einem LNG-Terminal profitieren. So werden Dienstleistungen, zum Beispiel regelmäßige Wartungs- und Reparaturarbeiten, in der Regel von Subkontraktoren aus der Region durchgeführt. In der Bauphase, die nach derzeitigen Planungen etwa drei Jahre beträgt, werden viele Auftragsoptionen für klein- und mittelständische Unternehmen aus der Region entstehen.

Das LNG-Terminal schafft somit nicht nur neue Arbeitsplätze in der Region, sondern sichert indirekt den Erhalt bereits bestehender Arbeitsplätze und fördert die Schaffung neuer Arbeitsplätze bei regionalen Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen. Die indirekte Bedeutung eines zukünftigen LNG-Terminals am Standort Brunsbüttel für den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen ist damit erheblich. So wird eine beachtliche Wertschöpfung für die gesamte Region Brunsbüttel generiert.

Standort Brunsbuettel

LNG für eine umweltfreundliche Energieversorgung in Deutschland

Auf dem Weg zu einer sauberen und non-fossilen Energieversorgung in Deutschland bietet die Nutzung von Erdgas, beispielsweise in Form von LNG, eine bedarfs- und marktgerechte Übergangslösung an. Auch wenn der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Energiemix stetig zunimmt, so erlaubt es der derzeitige Stand der Technik noch nicht, die Energieversorgung und -erzeugung ausschließlich und dauerhaft mit regenerativen Energien zu gewährleisten. Insbesondere bei der Speicherung von regenerativ erzeugter Energie bedarf es hierzu weiterer technischer Fortschritte. Die Umwandlung von Wind- und Solarenergie in Wasserstoff („Power-to-X-Technologie“) ist eine vielversprechende Möglichkeit, Energie aus regenerativer Erzeugung zu speichern. Eine wirtschaftliche Wasserstoffproduktion ist mit heutiger Technologie jedoch nicht möglich: Die Forschung und Entwicklung werden in diesem Bereich noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Da also der Energiebedarf in Deutschland auch mittelfristig nicht ausschließlich durch regenerative Energien abgedeckt werden kann, wird weiterhin die Nutzung fossiler Energieträger als Übergangslösung notwendig sein. Im Vergleich zu Kohle und Erdöl ist Erdgas die nachhaltigste Alternative, da beim Erdgas die Werte der ausgestoßenen Luftschadstoffe deutlich geringer als jene von Kohle und Öl sind. Auf dem Weg zu einer sauberen Energieversorgung bildet LNG daher einen wichtigen Baustein.

BRD

Wirtschaftliche Auswirkungen eines LNG-Importterminals in Brunsbüttel

  • Schaffung direkter und indirekter Arbeitsplätze in der Region
  • Standort- und Arbeitsplatzsicherung für ansässige Unternehmen dank erheblicher Synergieeffekte
  • Zunehmende Attraktivität des Standorts für Neuansiedlungen, insbesondere von energieintensiven Unternehmen und Zulieferern
  • Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe für die Region Brunsbüttel
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